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Ein Tag voller Terrier


Am letzten Wochenende war Jack Russel Terrier Treffen. Wir haben einen Vorliebe für diese kleinen Rabauken und diese Vorliebe wird von vielen anderen geteilt. Deshalb hatten wir beschlossen: Es soll einen Tag lang nur um unsere geliebten verrückten Fellnasen gehen. Nicht, dass es im Alltag je passieren würde, dass man sie vergisst. Sie sorgen schon dafür, dass ausreichend Aufmerksamkeit auf ihnen liegt. Es ging vielmehr um einen Austausch unter Gleichgesinnten. Denn mal ehrlich: Terrier sind schon besonders, aber ihre Menschen dazu sind es auch.

Es sollte ein Tag werden für Mensch und Hund. Wir haben uns in Waltershofen am Windhundrennverein getroffen und wurden dort auch den ganzen Tag mit Leckereien versorgt. Wir haben zuallererst die Windhunde bestaunt wie sie geschmeidig auf der Rennbahn unterwegs waren. Die meisten Terrier wäre gerne hinzu geeilt und hätten die großen, windschnittigen Fellnasen beim “Hasenfangen” unterstützt. Da dies nicht erwünscht war (wir wollten gerne alle unsere Hunde wieder lebend mit nach Hause nehmen), gab es direkt das erste Getöse.

Um alles ein wenig zu entspannen ging es also los zu einem großen Spaziergang. Dieser verlief harmonisch und bot Zeit zum Austausch. Ein kleines Gruppenbild ist dabei auch entstanden.

Bild: Michaela Siegel Tierfotografie

Danach waren die Gemüter wieder ein wenig beruhigt und wir konnten in Ruhe zu Mittag essen und ein wenig entspannen.

Aber gegen Nachmittag war es dann mit der Entspannung vorbei. Jetzt durften nämlich die Terrier auf die Rennbahn und zeigen, wie man einen Hasen fängt. Der ein oder andere Terrierhalter war noch unentschlossen, ob man jagdliche Ambitionen fördern möchte oder nicht. Aber das Fazit bei den meisten war: da ist eh nichts mehr zu retten.

Tatsächlich zeigte sich auf der Rennbahn auch das tägliche Bild: Die jagdlich interessierten Kandidaten wussten sofort worum es ging und hatten großen Spaß am rennen und hetzten.

Bild: Michaela Siegel Tierfotografie

Die jagdlich wenig interessierten Kandidaten standen verwirrt herum und wunderten sich über das komische Verhalten ihrer Zweibeiner, die zur Demonstration selbst hinter dem Hetzobjekt her rannten. Hat nicht geholfen, aber für Belustigung der Zuschauer gesorgt.

Nach anderthalb Stunden war das Spektakel vorbei und die Ohren ordentlich am klingeln. Es wurde nämlich wie wild angefeuert mit lautem Gebell und Gejodel. Ich frage mich, ob einer der Terrier am nächsten Tag heiser war?!

Der Tag endete mit Siegerehrung für die Teilnehmer und Kaffee + Kuchen für alle.

Bild: Michaela Siegel Tierfotografie

Ich habe den Tag voller kleiner Chaoshunde sehr genossen. Sie sind schon ein spezielles Völkchen und möglicherweise nicht die entspannteste Rasse. Der Tag hat mir wieder einmal aufgezeigt, was für kleine Charakterköpfe es sind und wie liebenswert jeder einzelne von ihnen ist. Manchmal tut es einfach richtig gut, sich mit gleichgesinnten zu treffen. Sei es auch nur um festzustellen: Ich bin nicht alleine. Nicht nur mein Hund weckt morgens um 6 die Nachbarschaft, weil die Katze unter dem Auto hervor blinzelt. Nicht nur mein Hund ist vollkommen größenwahnsinnig in allen möglichen Situationen. Da sind noch andere. Das beruhigt doch die Nerven enorm. Denn im Alltag neige ich selbst schon manchmal dazu mir den Retriver von nebenan zu wünschen, der ohne Leine tiefenentspannt im Ort unterwegs ist. Aber nach einem solch schönen Tag bin ich wieder versöhnt und daran erinnert, warum ich einen Terrier habe und liebe. Sie sind einfach etwas ganz besonders!

Ich wurde vom Jack Russell Terrier Verein e.V. gebeten einen Bericht über den Tag zu schreiben. Und ich dachte, ich lasse euch auch ein wenig daran teilhaben!



 

Anna Jäcklein +

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